Aserbeidschan – viel Kultur und wechselnde Klimazonen

Geposted am 18. Mai, 2011 von Kau-Ka-Sus in Aserbeidschan

Die Republik Aserbeidschan liegt in Vorderasien, zwischen dem Kaukasus und dem Schwarzen Meer. Der Binnenstaat ist von den Nachbarstaaten Georgien, Russland, Armenien, Iran umgeben und schließt sich über die autonome Republik Nachitschewan an die Türkei an. Die Hauptstadt Aserbeidschans ist die bedeutende Hafenstadt Baku, die am Kaspischen Meer liegt.

Klima Aserbeidschan

In Aserbeidschan gibt es große Höhenunterschiede, deshalb gibt es in den verschiedenen Regionen auch verschiedene Klimaeinflüsse. In den Tälern ist das Klima subtropisch, was im Sommer zu Temperaturen über 20 Grad führt. Allerdings kann es in diesen Regionen im Winter auch sehr kalt werden. In den Bergregionen ist jedoch meistens mit kühlen oder sehr kalten Wettereinflüssen rechnen. Wer also hier einen Urlaub einplant, sollte warme und wetterfeste Kleidung mitnehmen. Im Westen von Aserbeidschan muss man mit sehr viel Regen rechnen und die Nächte dort können empfindlich kalt werden. Die Gegend um Baku am Kaspischen Meer bietet dem Urlauber schwüle und heiße Sommer. In den Sommermonaten können die Temperaturen zwischen 35 und 42 Grad heiß sein. Die Experten sprechen von acht Klimazonen, die in Aserbeidschan zu finden sind.

Geschichte Aserbeidschans

Seit dem siebten Jahrhundert vor Christus erlebte Aserbeidschan immer wieder neue Herrschaften. Die Meder und Perser bemächtigten sich damals des Landes. Die Araber eroberten im siebten Jahrhundert nach Christus das Land und führten den Islam als Staatsreligion ein. Danach folgten die Herrschaften der Türken, Mongolen und wieder von den Persern. Das heutige Aserbeidschan wurde Ende des 18. Jahrhunderts von den Russen als Provinz eingegliedert. Die Bolschewiki versuchten 1917 erneut eine Machtübernahme, die jedoch scheiterte. Später versuchten die Türken und auch die Briten, sich dieses Landes zu bemächtigen. Die Rote Armee kam diesem gebeutelten Land zu Hilfe und Aserbeidschan wurde ein Teil der Sowjetrepublik. Im Jahre 1991, als das UdSSR System zerfiel, rief Aserbeidschan seine Unabhängigkeit aus und wurde Mitglieder der GUS, der Gemeinschaft unabhängiger Staaten. Schon früher und auch noch heute besteht ein Konflikt zwischen den Bürgern von Aserbeidschan und den Armeniern, die im Staatsgebiet von Aserbeidschan leben. 1994 wurde zumindest auf dem Papier ein Waffenstillstand beschlossen. Die ersten Parlamentswahlen fanden 1995 statt. Wenig später wurde eine neue Verfassung verabschiedet.

Sehenswürdigkeiten von Aserbeidschan

Aserbeidschan ist ein Kulturland. Ein Teil der Stadt Baku ist ummauert, in deren Mitte sich viele Paläste und Minarette befinden. Zahlreiche wechselnde Kulturen haben hier ihre Zeichen hinterlassen und zählen zum Unesco Weltkulturerbe. Eine weitere historische Sehenswürdigkeit ist die Karawanserei von Baku. Eine grandiose Aussicht bietet sich dem Besucher auf einem höher gelegenen Stadtpark, der mit einer Drahtseilbahn zu erreichen ist. Nordöstlich von Baku liegt die Tempelanlage der Feueranbeter. Das Wachsmuseum bringt dem Besucher die Rituale der Feueranbeter näher. Die Burgen auf der Halbinsel Abscheron stammen aus dem 14. Jahrhundert und begeistern jeden Burgenliebhaber. Auch die königlichen Mausoleen bieten einen imposanten Anblick. Wertvolle Knüpf- und Webarbeiten, sowie viele andere Kunstgegenstände sind im Teppich- und Kunstgewerbemuseum im Baku zu bewundern. Im Naturschutzgebiet Kobustan bietet sich dem Besucher eine Vulkanlandschaft, die einzigartig ist. Die prähistorischen Feldmalereien sind faszinierend, zumal sie vor zirka 10.000 Jahren geschaffen wurden. Theater und Opernhäuser sind in Aserbeidschan ebenso zu finden, wie zahlreiche Museen.

Fotoquelle: bodo011 – Fotolia.com

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